Viele Male war er zu Gast in Zwettl (man denke an die legendären Konzerte im Hamerlingsaal), seit 2022 weilt er leider nicht mehr unter uns, der Ostbahn-Kurti alias Dr. Kurt Ostbahn alias Willi Resetarits. Und dennoch stand er am Samstag, 8. Februar, auf der Bühne des ausverkauften Zwettler Stadtsaals.
Auf Einladung des Vereins „Kulturzwickl Zwettl“ startete die „Ostpartie“ – die Ostbahn-Kurti Tribute-Band – in der Braustadt ihre 2025er-Tournee. Die Stimmung im bummvollen Saal war grandios, noch bevor der erste Ton erklang, zeigten die Fans lautstark ihre Begeisterung.
Mit rotem Bandana und Sonnenbrille betrat Sänger Martin Freudenschuss die Bühne – selbst der obligate Doppler (gefüllt mit Hagebuttentee) durfte nicht fehlen -, und auch wenn die Stimme eine andere ist (aber nicht weniger ausdrucksstark), in Gestik und Duktus ist er absolut authentisch – der Ostbahn-Kurti wie er leibt und lebt. Selbst seine G’schichterln, die er in seine Moderation einfließen ließ, waren ganz im Stile Kurtis. Etwa wenn er die Anekdote von den Wurstknödeln der Frau Herta erzählt, bei denen der Kurti und sein Musiker Karl Ritter alias Leopold Karasek den Favoriten-Blues erfanden. „Die Amerikaner haben das, Favo‘ weggelassen und den Rhythm and Blues daraus gemacht!“, so Freudenschuss.
„Griaß Eich! Spü ma a Liadl“
Gemeinsam mit seinen Musikern Philipp Schagerl (Gitarre, Geige, Hawaii-Gitarre), Tom Eichinger (Gitarre), Klaus Bergmaier (Keyboard), Martin Hinterndorfer (Bass) und Klaus Weber (Schlagzeug) – allesamt Kapazunder auf ihren Instrumenten – startete er eine fast dreistündige musikalische „Gruppentherapie“, in der viele Hits den Ostbahn-Kurti wieder aufleben ließen: von „Neiche Schoin“ bis „Na, so wirst ned oid“, von „I hea di klopfn“ bis „Feia“, vom „Joker“ bis zum „57er Chevy“.
Der Stadtsaal „kochte“, das Publikum sparte nicht mit „Kurti!“-Rufen, sang mit, und einige Mutige tanzten auch zur Musik, ehe sich bei den beiden Zugaben „Stadt aus Sta“ und „Überstar“ dann zahlreiche Gäste vor der Bühne sammelten, um mitzushaken. Frenetischer Applaus war der Lohn für die sechs Musiker, die sich an diesem Abend ordentlich verausgabten und mit großer Begeisterung und Spielfreude musizierten.
Die Band, die erstmals ein Jahr nach dem Tod von Kurt Ostbahn in der Öffentlichkeit auftrat, orientiert sich mit ihrem Programm am legendären Ostbahn XI-Konzert, das Resetarits mit seiner „Chefpartie“ 1991 in Wien-Simmering vor über 13.000 Fans gab. Ihr Ziel ist es nicht nur, den speziellen Ostbahn-Stil weiterzupflegen und damit eine große Künstlerpersönlichkeit zu würdigen, die „Ostpartie“ will vor allem ihrem Publikum eine Freude machen – und das ist ihr in Zwettl eindrucksvoll gelungen. Nicht nur die Zuhörer und das Kulturzwickl-Team als Veranstalter waren begeistert, auch die Musiker freuten sich über den mehr als gelungenen Jahresauftakt – es wird ein Wiedersehen in Zwettl geben, das ist sicher.
Dank an Andrea Wiesmüller
Gleich zu Beginn des Konzertes verabschiedete Kulturzwickl-Obmann Gerhard Uitz die scheidende Vizebürgermeisterin und Kulturstadträtin Andrea Wiesmüller und dankte ihr für ihre großartige Unterstützung. „Wir haben mit Deiner Hilfe einiges bewegt, haben die Szene in Zwettl etwas aufgemischt“, so Uitz. Er hob Wiesmüllers Handschlagqualität hervor und dass sie immer Zeit für den Verein hatte. „Was Dich so ausgezeichnet hat: Es hat nie das Nicht-Gespräch mit Dir gegeben!“
Ticketverlosung
Der Kulturzwickl versendet regelmäßig einen Newsletter mit Infos über die bevorstehenden Veranstaltungen. Unter allen Newsletter-Abonnenten werden zwei Mal jährlich 2 x 2 Eintrittskarten für eine Kulturzwickl-Veranstaltung verlost. Diesmal dürfen sich Josefa Zwölfer und Veronika Ehrenberger über diese Tickets freuen.
Auch der ORF NÖ war zu Gast beim Ostpartie-Konzert in Zwettl und brachte darüber am Sonntag einen Bericht in „NÖ heute“.
anke an Peter Koppensteiner für die großartigen Fotos, Dieter Edinger Stage Support Eventtechnik für die überragende Tontechnik und Andreas Pribitzer für das phantastische Licht!